Das Sommerloch ist viel zu klein

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Ein Sommerloch scheint sehr gesund,
die Zeitung gibt nur Sport noch kund.
Nur einem Wasserfreund hat es gelangt,
Platzeck war im Sommerloch erkrankt.

Keiner konnte diesmal mit ihm ziehen,
sie wollten alle in den Urlaub fliehen.
Deshalb habe ich mich aufgerafft
und ein Sommerloch-Gesetz geschafft.

Mancher hat schon sehr unüberlegt
im Sommerloch nen Brand gelegt.
Der muss das Loch mit Bier jetzt füllen,
um der Feuerwehr Durst zu stillen.

Gegen dicke Bäuche nach dem Essen
ließ ich aller Privatsphäre messen.
Danach haben viele sich beschwert,
weil die Seitensprunggrube geleert.

Ein Sommerloch ist zoologisch,
mal gibt’s Wölfe, mal gibt’s Fisch,
doch man kann auch Schweine sehen,
pinkelnd hinterm Strandkorb stehen.

In’ s Gästebuch schrieb jemand ein,
das Sommerloch wär viel zu klein.
Es wär nicht rund, wie man’ s gewohnt
drum seh so mancher kaum den Mond.

Doch jetzt können wir mit Spenden
die Enge des Sommerlochs beenden.
Denn mancher, der zur Langeweile neigt,
hat sich schnell noch selber angezeigt.

30.07.2013 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Das Sommerloch ist viel zu klein

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30.07.2013
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