Das Gewitter

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Der Tag fing morgens schon wild an,
das muss ich jetzt mal sagen.
Es war so warm wie’s nur sein kann
an diesen Sommertagen.

Der erste Schweiß war abgewischt,
des Frühstück wurde raus getragen.
Heißer Kaffee wurde aufgetischt,
den soll man nun vertragen.

Bis Mittag hielt sich das Wetter dann,
es ließ sich im Garten wühlen,
Doch nach dem Essen fing es an,
man konnte den Umschwung fühlen.

Feuchte Luft strich durch das Tor,
man konnte sie fast sehen.
Erst war es still, als käme nichts,
es schwiegen selbst die Krähen.

Die Amsel auf der Tannenspitze
sang ihr letztes Lied,
Dann flog sie zu der Mauerritze,
wo man sie jetzt noch sieht.

Der Himmel wurde dunkelgrau,
ein scharfer Wind pfiff durch die Gasse.
Vorbei war doch das Himmelsblau,
verdeckt von grauer Masse.

Der erste Blitz war kaum zu sehen,
nur der Donner folgte laut.
Beim nächsten konnte es geschehen,
man kriegte eine Gänsehaut.

Und dieser Energieaustausch hat so erregt,
der Blitz kam waagerecht in geringer Höhe,
ich hab das Telefon schnell weggelegt,
als hätte es beißende Flöhe.

Es folgten viele Blitze ringsherum,
der Himmel tat uns kund,
Leute ertragt das Wetter stumm,
heute ist der Tag für den Hund.

10.06.2018 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Das Gewitter

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10.06.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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