Ambrosia

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Wenn man so des Weges geht,
am Rande sehr viel Unkraut steht.
Manche Pflanze herrlich blüht,
kräftig wächst und gut aussieht.

Als erstes sieht man roten Mohn
auch blaue Kornblumen gab es schon.
Sauerampfer, gelber Löwenzahn und Quecken
warten auf Käfer und Schnecken.

Wegwarte, Schafgarbe und manches Kraut
blühend aus der Erde schaut.
Neulich schnitt ich einen schönen Strauß
und brachte ihn ganz stolz nach Haus.

Meine Frau rief nur: „Bist Du verrückt,
Du hast Ambrosia gepflückt!“
Der fremde Samen neuer Sorten
bringt Unkraut mit an allen Orten.

Und gerade das, was uns gefällt,
am meisten schädlichen Stoff enthält.
Ambrosia mit seinem Gift
man neuerdings am Feldrain trifft.

Die Pflanze man im Unkraut find,
weil die Blätter stark gefiedert sind.
Außerdem sind sie hellgrün,
als wären gerade sie gedieh‘ n.

Am Stiele zieh‘ n sollte man lassen,
besser ist es sie mit Handschuhen anzufassen.
Noch besser ist es ungelogen,
man macht um alles einen Bogen.

11.07.2018 ©W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Ambrosia

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11.07.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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