Frei

Ein Gedicht von Torsten Hildebrand
Es darf kein Traum sein, wenn Lippen tanzen,
Küsse sich fügen, in Teile zum Ganzen.
Auf Haaren, auf Haut. Auf Zehen, Schamessaum.
Die Träume, sie tragen: freiesten Raum.

Wir bringen zum reden: freundliche Pflanzen;
Und halten Küsse, nicht wirklich im Zaum.
Wir haben der Wünsche so viele, und kaum
Ist es Liebe, will man sie zerfranzen.

Was ist schon Liebe, wenn kein Vulkan mehr raucht?
Seelentriebe, zu Arktisschollen erstarren?
Und das Herz klopft, als wäre es verbraucht?

Liebe sie frisst: Die Weisen, die Narren!
Ich hab' schon lange, mir die Seele verstaucht.
Tu' nur noch Geist, im Herzschrein bewahren.

Informationen zum Gedicht: Frei

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17.10.2012
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Torsten Hildebrand) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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