Krebs

Ein Gedicht von Sabine Brauer
Unbemerkt schleicht er sich ein,
bald wird er hier der Herrscher sein!
Metastasen breiten sich aus.
Seine Minister im neuen Haus.

Alles Gesunde wird zerstört,
weil es zu seinen Feinden gehört.
Gierig ist er darauf versessen,
den Körper langsam aufzufressen.

Kein Organ hat mehr Bestand,
er hat es fest in seiner Hand.
Voller Wollust will er quälen,
wonnevoll die Schreie zählen.

Genießerisch will er zerbeißen,
treten, auseinanderreißen,
bis der Atem nicht mehr geht,
und das Herz dann stille steht.

Er gibt mir keine Gnadenfrist,
doch ich geh hin zu Jesus Christ
Bei ihm da werd ich nicht verderben!
Sei es im Leben oder Sterben.
©Sabine Brauer

Informationen zum Gedicht: Krebs

22.07.2011
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