Heimlich einsam

Ein Gedicht von Nico Fender
Wem soll ich sagen, dass ich einsam bin?
Alles wird mit falschen Maß gewogen...
Letztlich bleibts ein Gefühl tief drin,
Man fühlt sich besser Selbstbetrogen.

Die Welt will nicht von einzelnen wissen,
wichtig ist das Große und Ganze.
Man fühlt sich besser Selbstzerissen,
Wenn man zu fremden Liedern tanze.

Das stete Lügen, das ständige Flüchten.
Wie immer machts die Kombi.
Man fühlt sich Besser nach dem Selbstvernichten,
fühlt sich leer, fühlt sich wie ein Zombie.

Doch niemand will das hören,
drum werden nicht Worte nur, sondern auch Gefühle verdreht.
Es scheint keinen weiter zu stören,
wenn beim Rettungsversuch doch was verloren geht:

Die Ehrlichkeit, die von Angst ist unterjocht,
Die Offenheit, die aus Enttäuschung sich verschließt,
wenn wir werten, völlig abgekocht,
eine Mehrheit das absolute Stimmenrecht genießt.

Dann sind wir heimlich einsam Leute!
Alleingelassen zu minder Qual,
Denn das, was zählt, passiert heute,
was morgen, in den nächsten Jahren kommt,

ist egal...

N.Fender

Informationen zum Gedicht: Heimlich einsam

23 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
06.01.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Nico Fender) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige