Aufruhr

Ein Gedicht von Nico Fender
Ich sage nichts, weil ich nicht will, dass du schreist.
Ich tue nichts, weil ich dich nicht verletzen will.
Ich hasse den Konflikt und schwatze euch meinen Frieden auf,
bin glücklich, solange ihr glücklich seid.
Selbstlos und doch so egoistisch.
Ihr wisst nicht, wie ich mich fühle,
doch auch ich weiß nicht wie ihr euch fühlt.
Wir können uns nicht verstehen - so sind Menschen, reden ständig aneinander vorbei.
Ich bin so Unruhig in letzter Zeit,
muss raus, doch weiß nicht wohin.
Klatsche Wörter aufs Papier ohne zu wissen, was dabei herauskommt und ob ich an Ende nicht doch alles wieder verwerfe.
Ich bin so unzufrieden, doch ich weiß nicht, ob ich das Recht dazu habe.
Und so grübel und zweifel ich, wie nun auch.
Ich fühle mich so fremd, weil mir plötzlich alles egal ist, fühle mich nicht gut, aber auch nicht schlecht.
Meistens denke ich dann über meine Schwächen nach und stelle fest wie wenig Stärken ich habe.
Und ein Teil von mir wird wieder sagen:
"Siehst du, du tust es schon wieder!"
Dieser Teil hat Recht:
SCHEIß drauf, wir machen weiter...
...auf, mein Kopf - zum Wahnsinn und Verstand!
Auf, mein Herz ins ewige Eis und ewige Feuer!
Auf, meine Glieder, mein Leib, bis zum zerbrechen!
In Aufruhr, Nico, in Aufruhr...
Eines Tages werden wir finden...
Eines Tages werden wir wissen...
Eines Tages werden wir verstehen...

N.Fender

Informationen zum Gedicht: Aufruhr

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21.08.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Nico Fender) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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