Trommeln

Ein Gedicht von Meteor
Ein Holzlöffel auf einen Kochtopf,
der Klang fasziniert im Kindskopf.
Die einfachste Art Musik zu machen,
kleine Hände mit Deckeln krachen.

Mit dem Kind wachsen die Trommeln,
Eimer, Mülltonnen werden genommen,
aufbegehrender Rhythmus im Lärm,
ein junger Mensch lässt von sich hörn.

Lauter Schlag, der durch Adern dringt,
im Taktgefühl der Erdboden schwingt.
Trommeltöne packen jeden im Mark,
verleiten zum Zucken, infiltrieren stark.

Durch Raum und Zeit treiben Klänge,
im Takt der Trommeln tanzt die Menge.
Angesteckt hängt man am Schlagtropf,
das Blut pulsiert, wie das Herz vorklopft.

Der Rhythmus, bei dem jeder mit muss,
verführt zur eigenen Interpretation.
Der Körper, gepackt vom Ausdrucksfluss,
vollführt seine freie Gefühlssituation.

Informationen zum Gedicht: Trommeln

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08.07.2026
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