Runaway (1977)

Ein Gedicht von Meteor
... in mir zerbricht etwas ...
schon lange war es kurz davor
und jetzt ... war es einfach zu krass
genug!... ich muss weg!
wie ich es mir schwor

die Straßenschuhe hab ich noch an,
von da als ich nach hause kam ...

ich ahnte es schon,
die Küche voller Zigarettenrauch,
der Biergeruch übern Balkon,
Angst ... Furcht ... ging mir voraus

kaum öffnete ich die Haustür
leise schlich ich in die Küche
da saß dieses gefährliche Tier
inmitten widerlicher Gerüche

und ich rannte ins Kinderzimmer!
verschloss blitzschnell meine Zuflucht
gerettet! wie schon immer ...
doch diesmal ... das Tier mit Wucht!

...
durchs Fenster! 3 Meter tief!
mir egal, der Vorschmerz hilft hinaus
bleib ich hier, läuft heut mehr schief
geschafft! ... und jetzt LAUF!!!

...
Tränen verschmieren meine Sicht
doch ich kenn mich hier aus
Straßenlaternen geben mir Licht
nichts wie weg,
weg von meinem Zuhaus ...

ich stolpere ums Straßeneck
der Asphalt zerschrammt meine Hände
das ist nicht schlimm, an diesem Fleck
habe ich ständig mal Pflasterverbände

beim Blick zurück hör ich im Haus
das wilde Tier schaut zum Fenster raus
ein Stockwerk drüber sind drei Gesichter
hinterm Vorhang meine Geschwister ...

hinauf den Hügel zum kleinen Wald!
vorher mache ich keinen Halt...
wenn mich das Tier erwischt ...
nein! das wird es heute nicht!

der Wald ist finster ... schwarz
bei Tag ist er mein zweites Zuhause
eigentlich mir egal, wenn es knarzt
zum Verstecken nur als Pause ...

noch viel zu nah zur Gefahr
mein Ziel hab ich gerade erkannt
da, wo ich heute erst kurz war
die Jägerhütte da drüben am Waldesrand

über mehrere Felder und Wiesen
ein langer Feldweg mit Schotterkieseln
ich dreh mich sicherheitshalber um
ok, hinter mir ist alles stumm ...

so weit weg war ich nachts allein nie
schon etwas gruslig, doch der Mond ist da
endlich! bin beim Waldrand, blutig am Knie
die Jeans hat ein Loch, wo vorher keins war

rauf die Leiter und die Hütte verriegelt!
auf dem Holzbrett kann ich verschnaufen
hier ist mein Schicksal für heute besiegelt
morgen ... muss ich zurück zum Tier laufen

hat es die Nacht ausgeschlafen
muss man sich selten vor ihm fürchten
wobei ... öfter ist es auch tags am Strafen
weshalb wir dann alle zu Opa flüchten

doch jetzt fallen mir die Augen gleich zu
verklebt vom Flennen und vom Dreck
leg meinen Kopf auf der Fensterbank zur Ruh
bin zu ko ... rühr mich nicht vom Fleck ...

Informationen zum Gedicht: Runaway (1977)

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20.07.2026
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