Kein Zurück
Heißer Atem brennt aus der Kehle,
die Nacht ist kalt im dichten Wald.
Hetzende Schatten jagen die Seele,
bei einem Sturz haben sie sie bald.
Kein Blick zurück, keine Rast,
jeder Fehltritt bedeutet Unglück.
Zweige reißen die Haut in Hast,
jedes Luftholen ein Missgeschick.
Fängerschreie in der nahen Ferne,
wolkenverhangen schweigen Sterne.
Zertretenes Geäst im Dickicht bricht,
die Jagd ist wild, zerkratztes Gesicht.
Das Herz trommelt, der Puls entgleist,
von der Stirn tropft der Angstschweiß.
Dort vorn der breite Graben verheißt,
was das Entkommen fordert als Preis.
Ein weiter Sprung, der Atem stockt,
weil tiefe Dunkelheit im Abgrund hockt.
Zum geglückten Satz ein Freudenschrei,
die Jagd der Schatten vorerst vorbei...