Exil der Nacht
Nachts fokusiert das Gehirn auf drin,
mein Umfeld ist dunkel und still,
meinem Bewusstsein reizt jeder Sinn,
doch die Amygdala stresst zuviel.
Tiefgründig erforscht sie die Gefühle,
die mich vorm Einschlafen abfangen.
Sie resümiert über diese enorme Fülle,
Grübeleien, die erneut aufflammen.
Nachts wirkt auf mich alles intensiver,
meine Existenz sorgt sich um morgen.
Zu später Schattenzeit ist's mir lieber,
Träume sehen die Welt nicht verloren.
Was bis heute bereits war, das ruht.
Was kommt, das schweigt noch still.
Meine Seele flieht ins Exil von Gut,
verführt von Hoffnung ist ihr Ziel.