Alarmstufe Frieden

Ein Gedicht von Meteor
Schweigen, das nur Misstrauen kennt,
ein Blick, der weg vom andern rennt.
Geborgenheit, die an Selbstschutz denkt,
Unsicherheit, die ins Unbehagen drängt.

Ein falsches Wort genügt als Funke,
dünnhäutig reagiert man provoziert.
Vermeintlich entzündet eine Lunte,
noch lange genug, doch forciert.

Stummer Streit schürrt Anspannung,
spaltet stetig im gemeinsamen Alltag.
Vermutet bei jedem nur eine Tarnung,
Verdacht verführt zur voreiligen Tat.

Jeder spürt diese nervöse Stimmung,
zum Greifen nah der erste Wurf.
Unbegreifliche beteiligte Verdummung
rast mit Scheuklappen in die Kurv'.

Und jeder sieht sich als Rechthaber,
schiebt seinen Tellerrand vor sich her.
Weitblick verkennt der Hāssakteur.
Der Friede ist kein Friede mehr.

Informationen zum Gedicht: Alarmstufe Frieden

23 mal gelesen
-
07.07.2026
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.