Im Wald

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
Blätterrauschen, Waldgeflüster,
graue Borken moosbestückt.
Schlanke Stämme, dichte Kronen,
Wanderlaune- weltentrückt.

Vogelzwitschern, scheue Rehe,
Fuchsbau unterm Wurzelwerk.
Zwischen Laub- und Strauchgewirre
Tannen, stolzer Augenmerk.

Sonnenfunken, windbetrunken,
dringen spärlich durchs Geäst,
dran sich Wald- und Lebensgeist durchs
Flimmern leicht betören lässt.

Auf den humusreichen Pfaden
hör ich wie der Kuckuck ruf
und ich wandle wie verwandelt
durch den frischen Nadelduft.

Gott hat diese Welt erschaffen,
-vollkomm’ne Architektur.
Doch den Wald hat er gezaubert
wohl als Krönung der Natur.

© Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Im Wald

12.11.2025
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