September

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
September

Der September hüllt sich in das graue Nebeltuch,
vorbei ist es mit der Sommersonnenglut,
die Sonne durchdringt das graue Nebeltuch,
vom „verschleiern“ hat sie mehr als genug.

Die Sonne lässt jetzt alles im warmen Golde schwelgen,
und dieses schöne Schauspiel ist viel zu selten,
auch die silbernen Hexenfäden sind gesponnen,
der Herbst ist dem Sommer nicht mehr gut gesonnen.

Die Rebstöcke ächzen unter der Traubenlast,
ein Falter gaukelt durch die Stille, mit letzter Kraft,
auf den Feldern riecht es nach frischer Erde und nach Rauch,
die Winzer feiern bald ihren fröhlichen Erntebrauch.

Verlassen ist im Park so manche stille Bank,
im tiefen, dunkeln Wald erklingt der Hörnerklang,
die letzte Rose steht steif und verlassen am Gartenzaun,
vorbei ist jeder schöne Sommertraum.

Selbst die Mücken tanzen ihren letzten frohen Reigen,
die ersten bunten Drachen sich am blauen Himmel zeigen,
der Herbstwind bläst den kleinen Mädchen unter ihre Röckchen
sie sind dann sehr traurig und einige bekommen ein kleines „Böckchen.“

Am Wegrand, eine Buche beginnt sich zaghaft zu entkleiden
es ist noch nicht die Zeit der großen Leiden,
so manche Sommerliebe ist bereits vorbei,
und keinem Geliebten ist es einerlei.

Informationen zum Gedicht: September

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02.09.2014
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