Rebenwanderung

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
Ich wandere hoch in luftige Höhen
den Rebenstöcken entgegen,
hier ist es frisch, hier ist es schön,
hier ist ein wahrer Segen.

Die Reben stehen in Reih und Glied
wie tapfere Husaren,
es sind jedoch bei weitem nicht,
kriegerische Scharen.

Die Vögel jubilieren zu jeder Zeit
bei Regen und bei Wind,
ich wandere andächtig und mit Freud
auf keinen Fall geschwind.

Schlägt die Kirchuhr dort im Tal
zu einer späten Stunde,
ich wandere weiter, bin beschwingt,
und geh noch manche Runde.

Und bin ich alt, trag einen Stab
so möchte ich trotzdem zu den Reben,
hier ist die Welt noch heil,
hier gibt es noch ein Erleben.

Informationen zum Gedicht: Rebenwanderung

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04.08.2014
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