Immer die Gleichen

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
Immer die Gleichen


Geh ich zur Arbeit
oder komm ich von der Arbeit,
immer die Gleichen,
immer die gleichen Menschen,
tagein, tagaus,
an der Bushaltestelle,
teilnahmslose Gestalten
von Raucherwölkchen verziert,
die gleichen, nichts sagenden Gesichter,
ich kenne viele von ihnen,
aber eine Vertrautheit
kommt nicht auf,
kein Hallo,
kein zaghaftes Lächeln,
kein verständnisvoller Blick,
ich glaube, bei einigen
ist der Stress
schon dominant,
ich nehme sie bloß wahr,
wie die Straßenlaternen,
aber auch keiner von ihnen
will etwas von mir
wissen,
immer die starren, nichts sagenden Gesichter,
immer die gleichen Menschen,
einfach nervend…

Informationen zum Gedicht: Immer die Gleichen

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31.01.2017
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