Des Herbstes nasse Seite...

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
Des Herbstes nasse Seite…


Die Tische und Stühle vom Eiskaffee
stehen im nassen Grau,
das welke Laub türmt sich auf ihnen,

aufgeplusterte Sperlinge suchen
unter den Tischen und Stühlen,
vergeblich nach fressbaren Krümeln,

der kalte Regen tropft beharrlich
von den nass glänzenden Dächern
und von den fast kahlen Bäumen,

es ist nachmittags gegen drei Uhr,
und trotzdem leuchten den ganzen Tag über
die wuchtigen Straßenlaternen,

die Kirchturmuhr schlägt inzwischen fünf,
keine Menschen sind auf den Straßen,
alle sind bestimmt in ihrer warmen Bleibe,

es ist eben des Herbstes nasse Seite…

Informationen zum Gedicht: Des Herbstes nasse Seite...

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04.10.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Klaus-Jürgen Schwarz) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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