Der verfrühte Frühlingsbote

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
Der verfrühte Frühlingsbote


Kein grünes Blatt,
kein zartes Blütenköpfchen,
alles in Grau und Grau,
nur viele glasklare Regentröpfchen,
siehe da, ein vorwitziger Zitronenfalter,
er war noch im jugendlichen Alter,
er kam aus einer engen Gruft
jetzt flog er gaukelnd
durch die raue Luft,
der Falter setzte sich ermattet
auf einen Marmorstein,
er war mit der blinzelnden Sonne
mutterseelenallein,
vergebens suchte er ständig
die ersten Blüten,
er musste sich vor allem
vor der beißenden Kälte hüten,
der stürmische Wind blies ihn
über das grüne Tannenmeer,
ich träume von seiner Wiederkehr…

Informationen zum Gedicht: Der verfrühte Frühlingsbote

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13.02.2017
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