Auf dem Friedhof

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
Auf dem Friedhof


Tropfende Bäume
und in Stein gehauene Herzen,
verloren haben die hier Ruhenden
endlich ihre unsagbaren Schmerzen,
jedes Grab ist in sich
eine kleine, heile Welt
untern weiten Himmelszelt,
weiße Birken spreizen
ihre dünnen Zweige,
hier gehen die Tage
sehr schnell zur Neige,
viele Gräber sind hier
liebevoll gepflegt
obwohl die Jahreszeit
mit Schritten rasch vergeht,
das grüne Moos
hat so manchen Grabstein
sanft, liebevoll umschlungen,
es wirkt harmonisch
und ein wenig gelungen,
die Gedanken haben hier
einen heiligen Ort,
kein Wind, kein Sturm
treibt sie hier fort,
die Schwermut wird
zwischen den Gräbern
immer bleiben,
keiner möchte sie
sich einverleiben,
an manchen Tagen von fernher
mahnende Glocken erschallen,
meist, wenn die dichten Nebel fallen…

Informationen zum Gedicht: Auf dem Friedhof

164 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 3,0 von 5 Sternen)
-
11.02.2017
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige