Zeus und Europa

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Eine Königstochter aus Phönizien
Arglos jung, schön anzuseh’n
Europa hieß sie, spielt‘ am Strande
Bald war's jedoch um sie gescheh’n

Unter einer großen Herde Kühe
War der Vater Zeus versteckt
Er knüpfte mit ihr leise Bande
Und hatte schon was ausgeheckt

Sie traute sich auf seinen Rücken
Er trug er sie weit ins off‘ne Meer
Und schwamm mir ihr auf eine Insel
Wo sie vollzogen den Verkehr

Drei Kinder wurden da geboren
Später gar ein Kontinent
Verliebtsein war es, List und Tücke
Sind mit dem Gott wir heut' versöhnt?




Der griechische Mythos erzählt, dass Europa, die Tochter des phönizischen Königs Agenor, sich mit ihren Gefährtinnen am Strand des Mittelmeeres vergnügt habe. Zeus verliebte sich in das schöne Mädchen und beschloss, es zu entführen. Er nahm die Gestalt eines weißen Stiers an, der dem Meer entstieg und sich Europa näherte. Das Mädchen streichelte das überaus schöne, zutrauliche Tier und fand sich schließlich bereit, auf dessen Rücken zu klettern. Darauf erhob
sich der Stier und stürmte ins Meer, das er mit Europa auf dem Rücken durchquerte. Aber wie durch ein Wunder wurden sie und der Stier nicht einmal nass. Zeus entführte Europa nach Kreta, wo er sich ihr in seiner göttlichen Gestalt zu erkennen gab und mit ihr drei Söhne zeugte: Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Aufgrund einer Verheißung der Aphrodite wurde der
heimatliche Erdteil nach ihr benannt.

Informationen zum Gedicht: Zeus und Europa

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23.03.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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