Mauersegler

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Huiiiirhh, huiiiirhh, huiiiirhh
Die Lüfte vibrieren
Sie zelebrieren
Ekstase pur

Srieh, srieh, srieh
Sie schlafen im Fliegen
Rasen und stieben
In einer Tour

Sisisisi, sisisisi, sisisisi
Sie reisen nach Süden
Ohne Ermüden
Keine Tortur

Swii-rii, swii-rii, swii-rii
Sie kehren zurück
Was für ein Glück
Ich staune nur





In Mitteleuropa sind Mauersegler relativ häufig anzutreffen, wo sie unter den Dächern hoher Häuser nisten und brüten. Dort haben sie sich der menschlichen Umgebung angepasst. Sie sind an diesen geschützten Orten sehr inniglich miteinander. In den Wintermonaten fliegen sie um die halbe Welt ins südliche Afrika, wo es dann wieder reichlich Insekten gibt, von denen sie sich ernähren. Mauersegler sind oft monatelang nur in der Luft, schlafen und paaren sich sogar dort. Sie sind extrem an ein Leben in der Luft angepasst und erreichen dort Geschwindigkeiten von über 200 km/h. An Land sind sie eher unbeholfen. Ende April/Anfang Mai kehren sie dann nach Europa zurück an ihre alten Nistplätze. Sie lassen ihre Stimme gerne hören, die sehr hoch ist, aber für den Menschen gut hörbar. Ein junger Mauersegler, der flügge wird, hat nur einen einzigen Flugversuch: bleibt er in der Lufrt, lebt er, fällt er zu Boden, kann er sich nicht mehr erheben. In Städten wie Bielefeld rückt dann auch schon mal die Feuerwehr an, um ein Mauerseglerkind wieder ins Nest zu setzen und ihm eine zweite Chance zu ermöglichen. (Mauersegler sind übrigens nicht mit den Schwalben verwandt, obwohl beide vieles gemeinsam haben).

Informationen zum Gedicht: Mauersegler

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25.05.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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