Irdische Rechenkunst

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Was sich dem Herzen heut' verwehrte
gib deinem Schmerz ein wenig Brot
Genieß etwas, such' Menschen, Künste
lindere die inn're Not

Dann ist es leichter, still zu steh'n
bis alle Wogen sich gelegt
Du klar erkennst, was ist gesche'hn
vielleicht wird etwas zugelegt





Zu Werner Bergengruens spirituellem und meist erst sehr spät wahren Gedicht 'Die himmlische Rechenkunst':



Was dem Herzen sich verwehrte,
laß es schwinden unbewegt.
Allenthalben das Entbehrte
wird dir mystisch zugelegt.

Liebt doch Gott die leeren Hände
und der Mangel wird Gewinn.
Immerdar enthüllt das Ende
sich als strahlender Beginn.

Jeder Schmerz entläßt dich reicher,
preise die geweihte Not.
Und aus nie geleertem Speicher
nährt dich das geheime Brot.

Informationen zum Gedicht: Irdische Rechenkunst

573 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
28.01.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige