Die Geburt des Menschen

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Im Schoss der Tierheit lange geruht
Kam er hervor mit Geist und Mut
Ein guter Läufer auf zwei Beinen
Die Hände nutzten scharfe Steine

Er war nicht mehr wie and’re Affen
Er formte Werkzeug, machte Waffen
Bezähmte Feuer, kochte Essen
Und konnt' sich bald mit jedem messen

Mit seiner Macht wuchs auch sein Stolz
Er war doch aus ganz and’rem Holz
Als all die and’ren Tiergeschwister
War Gottes Kind und sein Minister!

So wurd‘ die Erd‘ das Menschenreich
Und prinzipiell war’n alle gleich
Die Pflanzen durften auch dort sein
Und ein paar Tiere obendrein

Vergessen hat das mächt‘ge Tier
Woher es kommt, in seiner Gier
Ist's doch mit allen hier verwandt
Und knüpft am großen Lebensband

Es darf die Erde nicht zerstören
Es muss die leise Stimme hören:
Du träumst von anderen Planeten?
Du kannst doch diesen Garten pflegen!

Soll dieser Mensch erwachsen werden
Müsst‘ er sich rücksichtsvoll gebärden
Von Machtdrang und der Gier genesen
Um eins zu sein mit all den Wesen

Informationen zum Gedicht: Die Geburt des Menschen

58 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
10.03.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige