Der Elefant

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Wuchtig und von großer Kraft
Respektgebietend er da stapft
Durch Savannen und durch Wälder
Manchmal auch durch schöne Felder

Die Männer müssen einzeln geh’n
Mit 12 Jahren ist’s gescheh’n
Dann geh‘n die Frauen mit den Kindern
Nur zur Paarung sie sich finden

Die Herden sind schon eine Macht
Eine Alte führt sie sacht
Durch Dick und Dünn, durch dürre Zeiten
Durch Dinge, die man sollte meiden

Sie greifen zu mit ihrer Nase
Riechen Wasser und Oase
Atmen, tasten und berühren
Können gut die Liebe spüren

Mit zwei Zähnen stößt man zu
Kämpft und tötet auch im Nu
Aus Elfenbein sind sie, sehr edel
In Afrika hat sie auch jedes Mädel

Sie essen rein nur vegetarisch
Am Tag, ich sag hier exemplarisch
Gräser, Blätter, auch mal Äste
200 Kilo, aber feste!

Sie trompeten manchmal laut
Haben eine dicke Haut
Doch fühlen zart und miteinander
Sind noch in Trauer füreinander

Sie sprechen auch, doch nicht für uns
Mit Infraschall, das ist 'ne Kunst
Die keiner von uns je versteht
Doch über Kilometer geht

Nur den Mensch hat er als Feind
Ist friedvoll – wenn man Böses meint
Ist mit ihm freilich nicht zu spaßen
Sie können rennen, können rasen

Wie bei Affen und Delphinen
Steckt auch ein kleines ‚Ich‘ in ihnen
Sie erkennen sich im Spiegel
Hier war die Forschung mal nicht übel

Groß und alt, sehr stark und weise
Hat er schon die läng’re Reise
Als wir Menschen hinter sich
Und erfreut uns mächtiglich

Soll er mit uns weiterleben
Müssen wir ihm etwas geben
Raum und Nahrung, Schutz und Würde
Lebend ist er eine Zierde

Informationen zum Gedicht: Der Elefant

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22.04.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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