Zeit zu zweit《115》

Ein Gedicht von Jacob Seywald
Ohne Furcht keinen Mut.
Ohne Licht keine Dunkelheit.
Ohne Ebbe keine Flut.
Ohne Ende keine Unendlichkeit.

Ohne Hass keine Liebe.
Ohne Befindlichkeit keine Empfindsamkeit.
Ohne Unlust keine Triebe.
Ohne Wohlergehen kein Leid.

Ohne Oben gäbs kein Unten.
Ohne nüchtern kein betrunken.
Ohne Wissenschaft kein Scheitern.
Ohne Stillstand kein Erweitern.

Zweisamkeiten existieren.
Macht Herz und Arme weit,
für ein bisschen Zeit zu zweit.

Jacob Seywald XIII

Informationen zum Gedicht: Zeit zu zweit《115》

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29.04.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jacob Seywald) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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