Semita《189》

Ein Gedicht von Jacob Seywald
Schreie, damit ich dich hören kann.
Renne, damit ich dich gehen lasse.
Weine, damit ich dich fühlen will.
Bleibe, damit ich es selbst bereue.

Gehe, um alles neu zu lernen,
denn um uns liegen Bedenken.
Fliehe, bevor ich dich verschlucke,
denn ich bin einsamer als du.

Sei nicht törichter als ich, ich bin ein kleines liebendes Kind.
Fang an zu leben, zu lieben, lass dich treiben vom Wind.

Höre auf dein kleines Herz, auf deine rasche Entscheidung.
Vergiss niemals den Schmerz und deine eigentliche Neigung.

Geh fort, auf den Weg den ich dir zeigte
und dreh dich nicht um.
Dreh dich um dich selbst, bis dein Schwindel Kummer von dir wirft.
Doch drehe dich nicht um, denn auch ich weiß das du gehen musst.

Jacob Seywald XIII

Informationen zum Gedicht: Semita《189》

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14.05.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jacob Seywald) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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