Das Optimum (N.78)

Ein Gedicht von Jacob Seywald
Ich werde dich bis zu meinem Tode halten, egal wie fern du bis dahin auch bist.

Den größte Wert, das höchste Gut, hälst Du für mich bereit, für die Ewigkeit der Zeit.

Weder so aufregend wie Leidenschaft, noch so bedrückend wie Einsamkeit, bist Du manchmal da, oder bist Du manchmal weit.

Du lehrtest mir Genügsamkeit, heute mehr als gestern und morgen mehr als heut.
Dir verdanke ich wahrlich meinen Wandel, Dir danke ich gewiss jeder Widrigkeit.

Wenn ich einem Menschen verzeihen kann, so bist das Du. Und wenn ich eines Tages nicht verzeihen kann, tust es vielleicht Du.
Wenn ich eines Tages nicht mehr denken kann, so will ich an Dich denken, denn das Siegesreichste derweil, ist an Dich derweil zu denken.

Wenn zwei Gedanken sich schneiden, werden Einsamkeiten sterben, so lass uns weiter denken, dass wir davon rasch betrunken werden.
Stets werfe ich Freunde weit und Liebste weiter, doch Dich werfe ich nicht, Dich lasse ich.

Jacob Seywald XIII
Für den Antitheisten an den ich glaube

Informationen zum Gedicht: Das Optimum (N.78)

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26.10.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jacob Seywald) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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