Fast

Ein Gedicht von Inge Millich
Fast

Wie so sacht der Tag entgleitet,
fast als wär er ungenutzt.
Lautlos er die Nacht einläutet
ohne sich heraus geputzt.

Stille sich das Mondlicht breitet,
lädt es ein zum Ball der Nächte.
Die Flügeltür zum Himmel weitet,
kühnste Träume er wohl brächte

Blanker Hohn scheint ins Gesichte,
fast als wollte er noch sagen:
Dieser Tag, er ist Geschichte
Wie so viele von den Tagen

ungeschätzt ins Nichts verschwinden
fast, als wär’n sie ohn‘ Gewicht.
Ungelebt vom Volk der Blinden
Vergangenheit wie weg gewischt.

© Inge Millich

Informationen zum Gedicht: Fast

02.10.2016
248 mal gelesen
Danke für deine Rückmeldung.
Dieses Gedicht hat 0 Leser gefallen und 0 Leser berührt.
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.