Graue Haare

Ein Gedicht von Heidi Geiberger
Es ist geschafft, ich bin ergraut,
hab‘ nur die Chance mir versaut,
dass noch ein hübsch gelockter Junge,
sich nach mir Alten leckt die Zunge –
doch kommt wie ich man in die Jahre,
tuts auch ein Mann, ganz ohne Haare.

So habe ich bei mir gedacht,
und die Erfahrung nun gemacht,
es sind viel Junge, die sich sagen,
wir wollen lieber Glatze tragen –
nur sind sie jetzt, ich find‘ es dämlich,
den Alten zum Verwechseln ähnlich.

Ich geb‘ ja zu, schon durch die Falten,
bleibt doch der Unterschied erhalten.

***

Informationen zum Gedicht: Graue Haare

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19.07.2017
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Heidi Geiberger) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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