Wettbewerbsdruck

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Wettbewerbsdruck

©Hans Hartmut Karg
2017

Die Mutter hilft so herrlich weiter,
Wenn Musikwettbewerbe laufen.
Sie macht den Sohn zuvor recht heiter,
Sie sieht, wie Konkurrenten schnauben.

Einer gewinnt den großen Preis,
Ist nicht verwandt und nicht verschwägert.
Der Sohnemann auf dieser Reis´,
Der hat sich nicht mit Ruhm bekleckert.

Ich fragte ihn: „War alles gut?“
Er antwortet´ aus vollem Herzen:
„Naja, ich war zwar auf der Hut,
Ich wollte mir da nichts verscherzen.

Doch konnte ich so nicht gewinnen,
Die waren einfach alle gut.
Die Jury musste ja abstimmen,
Ich war für sie halt doch nicht gut.

Doch Mama, die war großartig,
Gehörte zu den wirklich Netten.
Als Helferin verteilt´ sie artig
Lob, Spezi – und für mich Tabletten!“

*

Informationen zum Gedicht: Wettbewerbsdruck

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24.06.2017
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