Vermietungsethik?

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Vermietungsethik?

Da vermietet einer ein schönes Haus
Und hofft jahrelang auf faire Einnahmen,
Denn das Haus hat er selbst mühsam erbaut.
Doch Mieter zahlen nicht, ziehen zwangsweise aus,
Weil sie den Mieten nicht mehr nachkamen,
Haben nur noch nach Vorteilen geschaut.

Jetzt müsste der Mieter alles nachweisen:
Schlüssel, das Wasser, den Strom- und Heizölverbrauch:
Bei der Auszugsbegehung muss alles abgelesen sein.
Will der Mieter bei Auszug nichts mehr beweisen,
Auch nicht Veränderungen, den Tabakgebrauch,
Steht der Vermieter im Regen und ziemlich allein.

Deshalb kann man heute schon überall sehen:
Viele Besitzer vermieten Häuser nicht mehr,
Um sich von Unannehmlichkeiten zu befreien.
Sie werden viel lieber in viele Urlaube gehen,
Damit hat es ihr Leben leichter, nicht schwer:
Ihnen bleibt dabei nichts zu verzeihen.

Wird das Mietrecht nicht wieder so geändert,
Dass Vermieter eine faire Chance erhalten,
Wird an Häusern zur Miete nichts mehr angeboten.
Wird die Gesellschaft dadurch noch mehr gerändert,
Bleiben weitere Nöte gerade bei denen erhalten,
Die nur noch hilfesuchend ihre Nöte ausloten.


©Hans Hartmut Karg
2023

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Informationen zum Gedicht: Vermietungsethik?

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04.11.2023
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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