Tauben turteln

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Tauben turteln

Die Taube fliegt hin zum hölzernen Dache,
Denn volle Liebe ist nun ihre Sache,
Mit der sie im Jahr das Leben entdeckt,
Wenn sie von der Frühjahrslust geweckt.

Beide herzen und schnäbeln nun recht lange,
Bis dann der Herr doch endlich zugange,
Denn der Wille treibt ja seine Begierde,
Doch wer ist dabei der wirklich Verführte?

Leicht fällt das Turteln jetzt den Tauben,
Die überall freiliegende Körner aufklauben,
Ständig Zweige in ihr Liebesnest tragen
Und sich dabei immer liebevoll sagen:

„Unser Glück ist uns niemals aufgespart,
Vernarrt sind wir doch in der Gegenwart.
Was morgen geschieht oder an neuen Tagen,
Danach muss unsere Liebe ja niemals fragen.“


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Tauben turteln

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19.03.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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