Suppenschmaus

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Suppenschmaus

Glatt hatten wir ihn übersehen,
Den Hokkaido in der Ecke.
Jetzt darf er in sein Schicksal gehen,
Damit den Gaumen er uns necke.

Wir holen eine Stange Lauch,
Kartoffeln, dass es sämig werde
Und, wie's bei uns schon immer Brauch,
Gewürze – für die Enkelherde.

Zuerst die Zwiebel, fein gehackt,
Wird mit dem Knoblauch angedünstet,
Womit uns der Genuss zusagt,
Da wird nichts weiter hingekünstelt.

Im Dampfdrucktopf wird nun gekocht,
Viel Wasser mit allem zusammen,
Weil man doch aufs Genießen pocht:
Dahin wollen wir gern gelangen.

Der Zauberstab mixt alles auf,
Noch etwas Pfeffer, reichlich Salz.
Dann spüren wir mit Lob im Lauf:
„Die Suppe, lieber Gott, erhalt's!“


©Hans Hartmut Karg
2021

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Informationen zum Gedicht: Suppenschmaus

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28.03.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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