Sinnlichkeit

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Sinnlichkeit

Nicht mit brachialer Gewalt einbrechen,
Nicht überfallartig sich einbringen!
Lieber zärtlich miteinander sprechen,
Abkürzungen klären, nicht darum ringen,
Denn das Minnewachsen braucht Zeit,
Erst dann sind zwei Menschen liebesbereit.

Wie auf einer Landkarte langsam entdecken,
Wo die schönsten Partien die Beiden locken,
Dort herausfinden ihre schönsten Ecken –
Manchmal helfen auch Zehen und Socken –,
Bis sich vergrößert der begehrende Durst
Und herangewachsen die sinnliche Lust.

Zwei Körper, nah aneinandergepresst,
Berühren sich leicht, eng umschlungen,
Abseits jeglicher Hektik und ungestresst
Verspüren sie das Engende als gelungen,
Auch als Ansporn für ein leises Stöhnen,
Wenn Hände ihre Stellen verwöhnen.

Dann folgt das öffnende, einführende Ereignis,
Mit dem die ersten Bewegungen stattfinden
Als gemeinsames Ziel, als Wille, als Zeugnis,
Um damit die letzten Hürden zu überwinden,
Bis dann in verschmelzender Körperlichkeit
Zwei sich einfinden zu vollendeter Liebesfreiheit.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Sinnlichkeit

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02.05.2026
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