Nur die kleine Zeit

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Nur die kleine Zeit


Nur die kleine Zeit auf Erden
Werden wir beieinander sein,
Erleben bewusst das Werden
Und sind am Ende allein.

Den Sonnenwagen zu schauen,
Seinen Erdenlauf zu begreifen,
Das mag uns stets aufzubauen:
Mit den Jahreszeiten zu reifen.

Es sei uns vergönnt zu bleiben,
Ein glückliches Leben zu führen,
Aufbauend voran zu treiben,
Was wir gnadenreich erspüren

Als Geschenk dieser Existenz,
Wo wir anderes noch nicht kennen,
Jedoch lebenslang den Lenz,
Den wir mit Frühling benennen.

Es sollte uns nachdenklich machen,
Was wir alles so verbrauchen,
Wie umgehen wir mit den Sachen
Und wie die Schornsteine rauchen.

Wir könnten zu Quellen schauen,
Die uns Überleben geben,
Endlich dem Konsumwahn vorbauen,
Zu sichern auch weiteres Leben.

Es kann uns schon bange machen,
Wenn wir sehen, was uns beschleicht,
Wo mit verkrampftem Lachen
Wir verdrängen, was nicht erreicht.

Denken wir an die Kurzzeit des Lebens
Auf dieser herrlichen Erde
Und fragen, was nicht vergebens,
Nur endet in Wahn und Beschwerde!

Geschenkte Zeit unseres Lebens,
Geworfen ins Paradies dieser Welt
Sei Teil beständigen Strebens,
Zu jagen nach mehr als nur Geld.

Nur die kleine Zeit auf Erden
Werden wir beieinander sein,
Erleben bewusst das Werden
Und sind am Ende allein.


©Hans Hartmut Karg
2018

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Informationen zum Gedicht: Nur die kleine Zeit

32 mal gelesen
29.07.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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