Mondlicht

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Mondlicht

©Hans Hartmut Karg
2017

Das runde Licht auf dunklem Feld
Beleuchtet lampengleich die Welt
Und schafft so Formen und Konturen,
Zaubert nächtens auch Figuren,
So dass mein Ich Dein Du erhält.

Traumnah seh' ich so Dein Gesicht.
In diesem fahlen Dunkellicht
Zieht es mich hin und von Dir weg,
Bleibt so für mich doch der Beleg,
Dass unsere Nacht zum Tage spricht.

Ist es endlich hinab geglitten,
Das Rundlicht, muss es weiter bitten
Um Dauerlicht vom Sonnenrad,
Das mächtig – und ein Kind der Tat
Den Tag ansagt mit Riesenschritten.

Der Mond treibt ab zum Horizont,
Wenn Tag das Erdenrund bewohnt,
Denn er erhellt für uns ja täglich
Die Nacht und geht jetzt ganz allmählich
Dorthin, wo auch die Nachtwelt wohnt.

Mehr und mehr wird dann abgenommen,
Wenn bald die nächsten Nächte kommen
Und er den Weg der Träume nimmt,
Als wär' er unser liebstes Kind,
Das immer uns herzlich willkommen.

*

Informationen zum Gedicht: Mondlicht

106 mal gelesen
19.09.2017
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