Liebestaumel

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Liebestaumel

Es trifft ein feiner junger Mann
Das schöne Mädchen in der Hütte,
Damit sie ihn erfreuen kann
Mit Wein, erfüllen seine Bitte

Und er ihr stets gewogen bleibt.
Nun brät sie Eier in der Pfanne,
Denn Lust, die ihre Liebe treibt,
Baut manchmal auf den Mann im Manne.

Er isst und trinkt und wird fidel,
Sieht endlich ihren strammen Busen
Bei Kerzenlicht, wo gar nichts hell,
Nur angelegt zu sanftem Schmusen.

So spielt er mit Kettengehänge,
Mit Ohrringen und einem Faden,
Der aus dem Shirt in voller Länge
Baumelt, ihn führt zu mut'gen Taten.

Anstatt nur Blicksklave zu sein
Nimmt er sie kosend in die Arme,
Wo er mit ihr darf zweisam sein
Und alles Feuchte, alles Warme.

Das Radio schaltet er aus,
Sie legen sich und lieben sich,
Verlangen steht ihnen ins Haus,
Wo eine Lust der andern glich.

Die Liebe braucht da keinen Thron,
Ihr reichen doch die eignen Lüste.
So wächst dem Mann der Liebeslohn
Weil er sie küsst – auch ihre Brüste...


©Hans Hartmut Karg
2019

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Informationen zum Gedicht: Liebestaumel

138 mal gelesen
05.12.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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