Im Dorf

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Im Dorf

Hat sich da nicht etwas bewegt,
Die Hand den Vorhang weggezogen,
Wo alles so schön hingelegt,
Die Idylle nicht verbogen?

Bäume säumen viele Wege,
Die Dorfstraße – blumengestaltet.
Über Bächlein führen Stege,
Alles wird sehr gut verwaltet.

Jeder weiß von jedem viel,
Wo Neugier das Wissen längt
Und mit Seele und Gefühl
Man an seiner Herkunft hängt.

Weiß man viel, will man mehr wissen,
Da findet dann Nähe statt.
Weil Äcker hier Wälder küssen,
Ist Natur noch rund und satt.

Dennoch lebt auf das Begehren
Nach Stadtluft, die so scheinbar frei
Augen öffnet hin zum Hehren,
Weil dort alles besser sei.

Doch die Hand geht hin zum Vorhang,
Wenn Nachbarn vorbeispazieren,
Tradition hat schon den Hang
Zur Neugier, die muss sich nicht zieren.


©Hans Hartmut Karg
2019

*

Informationen zum Gedicht: Im Dorf

19 mal gelesen
03.07.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige