Ich warte gern
Ich warte gern
Ich warte gern auf meine Muse,
Denn sie hat mich noch nie verlassen.
Ich schreibe ihr, ganz ohne Buße,
Wenn Neugedanken mich erfassen.
Während ich diese niederschreibe,
Mich in die Wortwesen versetze,
Weil ich des Drängens Sklave bleibe
Und nicht zu früh ins Finden hetze,
Warte ich, bis mir dann spät
Mein Musenkind ein Herzchen zeigt
Und so mit Lob mich übersät,
Die Seele zu mir niederbeugt.
©Hans Hartmut Karg
2026
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