Graue, reiche Maus

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Graue, reiche Maus

Tausche Alter gegen Liebe,
Gewachsen sind da späte Triebe,
Wenn ein waches Auge sucht,
Was schön, ein wenig auch verrucht.

Jung muss er sein, jener Galan,
Der immer kommt und immer kann,
Weil er se auch dorthin begleitet,
Wo jene Schickeria reitet,

Die sich darstellt in ihrem Glanz,
Vollführt den Luxusedeltanz,
Um anzugeben, aufzufallen,
Keiner muss Gürtel enger schnallen.

Doch hat der Junge überrissen,
Dass möglicherweise er aufgeschmissen,
Wo es der Luxusdamen Ziel
Mit ihm verfahren, wie man das will?

Arm ist er leider, nicht berühmt,
Doch immerhin die Gage stimmt:
Er kann sein Image aufpolieren,
Die Dame zur Gesellschaft führen.

Sie ist sehr reich, doch uninteressiert,
Weil sie die Langeweile spürt.
Doch wird man sie fotografieren,
Wenn der Galan sie her wird führen.

So kommt die graue, reiche Maus
Am Arm des Jungen groß heraus,
Wird wahrgenommen, lässt es krachen
Und wird sich keine Sorgen machen.


©Hans Hartmut Karg
2023

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Informationen zum Gedicht: Graue, reiche Maus

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14.03.2023
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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