Glaube nicht

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Glaube nicht

Glaube nicht, dass man von Dir mehr will,
Als Dein dauerhaftes Engagement im Staat.
Das war von Menschheitsbeginn das Ziel:
Werde ein brauchbarer Bürger der Tat!

Denn der Fleißige wird so zum Guten
In Gesellschaften, wo man's erwartet:
Mit Arbeitsethik beseelt, ohne Rute
Wird das Motivationsfeld gestartet.

Doch je weniger sich bediensten wollen,
Weil sie sich bequemer stützen lassen,
Desto mehr schwindet ein echtes Sollen.
Wie kann man so noch Wohlstand fassen?

Glaub' ja nicht, dass der Wohlstand bleibt,
Wenn wir uns nicht in Verpflichtung nehmen,
Was die Arbeitsethik immer schon voran treibt,
Weil wir allesamt uns des Fleißes nicht schämen.

Ohne eine innere Verpflichtungsuhr
Kann in Zukunft die Welt nicht gesunden,
Denn dann erhalten das Nötigste nur
Wir alle – kommen wir über die Runden?


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Glaube nicht

84 mal gelesen
25.06.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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