Gesellschaftsverarmung

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Gesellschaftsverarmung

Bevor man in Medien herumtanzt,
Sollte man lieber in Cafés gehen,
Menschen als Ansprechpartner sehen,
Man nicht hinter Smartphones verschanzt.

Noch nie gab es so viele Zeitgenossen,
Die nicht nach nahen Kontakten suchten,
Gar sich in eigenem Selbstbildnis versuchten,
Eigentlich nur sprachlos aneinander vorbeiliefen.

Doch verarmt die Gesellschaft nicht,
Wenn jeder nur mit sich selbst befasst,
Gefangen im Netz von Einkaufshast,
Übergeht der Worte beseelendes Gewicht?

Es wäre so schön, angesprochen zu werden,
Nicht übergangen, ignoriert in kaltem Saal,
Wo Einsamkeit nur erlebt als Seelenqual,
Umzingelt von Krankheit und Beschwerden.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Gesellschaftsverarmung

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09.04.2026
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