Fastenbrechen

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Fastenbrechen

Nun hab' ich lange mich enthalten
Von Alkohol und Süßigkeiten,
Wollt' fastend etwas innehalten,
Um mir Gesundheit zu bereiten.

Doch hielt ich's leider nicht mehr aus,
Mir fehlte einfach Schokolade,
Ging zum Discounter aus dem Haus
Und kauft' auch wieder Limonade.

Der erste Schluck, das erste Rippchen
Ward mir wie eine Offenbarung.
Und hinterher das Sahneschnittchen –
Wie schön ist doch Nahtoderfahrung!

Wo man genüsslich, mit Bedacht
Die Zungenschmelze fühlt im Gaumen
Und anschließend ganz unbewacht
Hält heimlich hoch den eigenen Daumen,

Ist es das süße Paradies,
Das Schokolade mir bereitet,
Mich holt aus dem Erdenverlies,
Weil ich serotoningeleitet...

Wenn ich Genusswelt wieder habe,
Die ich zu lange doch entbehrt,
Will ich, dass sie mich reichlich labe,
Damit Kakao auch hier verehrt.


©Hans Hartmut Karg
2019

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Informationen zum Gedicht: Fastenbrechen

35 mal gelesen
17.04.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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