Etschtaler

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Etschtaler

©Hans Hartmut Karg
2018

Rot im Glase liegt der Saft,
Den die Götter Wein genannt,
Der dem Dichter gibt die Kraft,
Dass manch Wort ihn übermannt.

Hell der Etschtaler im Glase,
Lockert die Synapsenbindung:
Sprache wird so erst zur Vase
Für Worte in Blumenbindung.

Mit dem Tropfen strahlt der Sinn
Aus und sucht nach neuen Wegen,
Fördert Wunderwortgewinn:
Mancher Reim wird so zum Segen

Für den Leser, der das will,
Weil Gedichte Welten weiten
Und Gemüt und auch Gefühl
Zur Bedeutung Dich geleiten.

Etschtaler, bleib' doch erhalten
Meinem Sprachglanz, dass ich winde
Worte, welche Welt gestalten –
Und immer das Richtige finde!

*

Informationen zum Gedicht: Etschtaler

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16.02.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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