Entgrenzt

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Entgrenzt

Dreißig Jahre ohne Grenze,
Deutschland steht vereint nun da:
Mit Talent es künftig glänze,
Ganz dem tiefen Frieden nah!

Atomar war die Bedrohung,
Dritten Weltkrieg sah'n wir kommen,
Bipolar Systemverrohung,
Uns damit Kindheit genommen.

Dann, mit einem Mal die Wende,
Gorbis Tat, Strahlengesichter,
Friedlich jubelnd viele Hände:
Himmel, ach Du Gnadenrichter!

Nicht verheilt sind alle Wunden,
Doch auf einem guten Weg
Befinden sich, die überwunden
Verbohrtes Ideologiebestreb'.

Endlich ohne Grenze reisen,
Sehen, wie das Land erblüht,
Wo der Geist der vielen Weisen
Um Neuanfang stets bemüht...

Wohlstand darf den Frieden sichern,
Wo man sich auf ihn einlässt,
Wir mit Bildung uns versichern,
Dass die Zukunft Spielraum lässt.

Gesetz und Recht in Oberhand
Kann es bei uns weitergehen,
Wenn Unmut nicht übermannt,
Wir zu unseren Werten stehen.

Freilich muss auch kontrollieren,
Wer die Freiheit haben will,
Nicht zum Wegschauen verführen,
Wo Gutes Leben unser Ziel.

Umweltsünden sind zu lösen,
Radikale sind zu ächten,
Nichts dürfen wir jetzt verdösen,
Was möglich ist mit unseren Rechten.

Dreißig Jahre sind vergangen,
Die Bedrohung ist geschwunden.
Weil wir Lebenslust einfangen,
Sind wir friedlich – ohne Wunden!


©Hans Hartmut Karg
2019

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Informationen zum Gedicht: Entgrenzt

80 mal gelesen
09.11.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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