Ende der Fahnenstange

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Ende der Fahnenstange

©Hans Hartmut Karg
2018

Leider ist das des Muskel Ende,
Wenn Katze ihn zur Streck' gebracht
Und so der Anfang der Lustspende
Viel kürzer, als einst wunschgedacht.

Dann überreizen sich die Sinne,
Doch gutes Fühlen bleibt begrenzt –
Selbst wenn im Netz die Liebesspinne
Noch lange nach Verlangen lenzt.

Des Menschen Gier will immer mehr,
Als sie am End' ertragen kann.
Dann wächst Enttäuschung doch gar sehr,
Wenn unser Mann nicht weiter kann.

Der Weise allerdings weiß mehr,
Weil er selbst seine Grenzen kennt,
Hört auf, wenn es dem Körper schwer
Und er nur Mauern noch berennt.

Deshalb beendet er die Schlacht,
Mit der die Festung oft berannt,
Wenn er aufhört und voll Bedacht
Liebe nicht auf die Folter spannt.

*

Informationen zum Gedicht: Ende der Fahnenstange

42 mal gelesen
06.04.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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