Die Schwebenden

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Die Schwebenden

©Hans Hartmut Karg
2018

Als wäre das Eis keine Welt,
So schwerelos, schwebend und federleicht
Der Tänzer die Tänzerin hält,
Wo bei Olympia Lichtflut gleißt.

Die Tänzer gleiten rasch im Oval,
Die Frau, der Mann in Schönkleidern.
Sie scheinen diesen spiegelnden Saal
Mit ihrem Tanz zu erweitern.

Das ist für sie dann der größte Lohn:
Auf dem höchsten Treppchen zu stehen.
Doch in der anschließenden Qualifikation
Wollen auch andere sich dort sehen.

Deshalb schweben sie engelgleich im Geviert,
Drehen weiter an Eiskampfesstätte,
Wenn sich die Gravitation verliert
Bei gelungener Pirouette.

Und wirklich, sie schaffen zitternd den Sieg
Über Ängste und über Schmerzen,
Weil nichts ihnen wirklich zu Kopfe stieg,
Doch stark ihre Siegerherzen.

*

Informationen zum Gedicht: Die Schwebenden

1.335 mal gelesen
17.02.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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