Der Tubist

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Der Tubist

©Hans Hartmut Karg
2018

Im Orchester sitzt er hinten
Mit seinem großen Instrument,
Kann Töne aneinanderbinden,
Weil er sich gern Begleiter nennt.

Sonor stärkt er so alle Stimmen,
Bescheiden und im Hintergrund,
Kann so gut Harmonien trimmen
Macht alle Musikstücke rund.

Er kommt mit Menschen gut zurecht
Und löst intern manche Konflikte,
Bleibt dabei freundlich, originell und echt,
Wenn Botschaften er weiter schickte.

Im Ehrenamt leitet er gar
Privat Posaunenchöre
Und musiziert mit großer Schar,
Damit man kirchlich Schönes höre.

Ja, Tubaschüler hat er auch
Aus aller Herren Länder.
Das Lernen ist bei ihm noch Brauch,
Die Schwierigkeiten nennt er.

Entmutigt hat ihn das noch nie,
Denn er spielt wirklich glänzend,
Ist für uns ein Tubagenie,
An den Olymp angrenzend.

Er spielt natürlich auch Konzerte,
Bei denen er solistisch bleibt
Und so begeistert jene Herde,
Die Kunstgenuss zum Kommen treibt.

So bleibt er nun auch seinen Kindern
Ein Vater, Vorbild, Kunstmäzen,
Führt sie hin zur Musik in Wintern,
Damit sie selber spielen geh'n.

*

Informationen zum Gedicht: Der Tubist

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12.04.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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