Ämtergeschacher

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Ämtergeschacher

Da hat man Hoffnungen gesetzt
Einst auf den Alten Kontinent,
Von Friedenszeiten nun benetzt,
Weil man des Krieges Sünden kennt,

Doch dann verhandelt man die Nächte
Und kommt nur schwerlich zum Ergebnis.
Ist das nicht für Entscheidungsmächte
Ein wunderbares Traumerlebnis?

In großen Dramen stirbt die Welt,
Wenn Kleinkriege noch toben:
Man bleibt auf Schacherei gestellt
Und wird sich immer loben...

Wo Außen das Innen erwählt,
Könnte man besser wandeln.
Ist man nicht bestens aufgestellt?
Warum nicht besser handeln?

„Gibst Du mir das, geb' ich Dir das“,
So lautet leider die Parole.
Für manchen ist's ein großer Spaß –
Fuchteln mit der Pistole!

Seilschaften im Hinterzimmer
Zeigen Lobby und Schacher an.
So wird das Handeln leider schlimmer,
Weil man scheinbar nicht anders kann.


©Hans Hartmut Karg
2019

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Informationen zum Gedicht: Ämtergeschacher

30 mal gelesen
02.07.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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