Ach Du
Ach Du
Erneut musste ich alsbald entdecken:
Die wahre Liebe lebt doch daheim,
Wo unter wärmender Decke sie ruht.
Noch schlafend will ich sie nicht wecken,
Hab‘ aber erkannt: Ich bin nicht allein,
Sie ist für mich da, was mir guttut.
Der Neugierige übersieht allzu oft
Das Naheliegende, das Greifbare doch,
Wenn bildvernarrt er weiterhin sucht,
Weil er in der Bildersuche erhofft,
Was ihn gefangen nimmt im Augenjoch,
Denn das Unerlaubte bleibt verrucht.
Die Gene spielen Männern diesen Streich,
Dagegen können sie sich schwerlich wehren,
Weil der Mann Sklave seines Triebes bleibt.
Doch macht ihn das im Herzen wirklich reich?
Sollte er nicht die naheliegende Liebste ehren,
Die verhindert, dass Frust ihn fremdtreibt?
©Hans Hartmut Karg
2026
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